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Friday Market in Nabeul

 

Eine Attraktion für alle Touristen, die ihren Urlaub am Golf von Hammamet verbringen und nicht nur am Strand liegen wollen, ist der traditionelle Freitagsmarkt in Nabeul auf der Südseite der Halbinsel Cap Bon.

Der Urlauber, der durch den Friday Market mit seinem original orientalischen Flair schlendert, sieht sich umgeben von einer Fülle von Töpferwaren, die in Tunesien übrigens bereits in der Antike hergestellt wurden, wie Vasen, Teller, Tassen, Töpfe, Schüsseln.

Kunstvoll bemalte und glasierte Keramik, für die Nabeul bekannt ist, wird auf dem Friday Market, dem wöchentlichen Höhepunkt des Handels, in großer Auswahl feilgeboten.

 



Mancher, der bei einem Ausflug nach Kebili oder Douz vergeblich versucht hat, eine Wüstenrose aufzustöbern, wird hier fündig. Auf alt getrimmte ägyptische Papyri finden ihre Abnehmer ebenso wie die vorwiegend silbernen Armbänder und Kettchen (Gold bringt nach dem Glauben der Berber Unglück); Taschen, Sandalen und Glücksbändchen aus Leder; ziselierte Kupfer- und Zinnprodukte, dekorative und trotzdem funktionale Korbwaren - Hülle und Fülle so weit das Auge reicht.

Des weiteren Teppiche aus Nabeul, die aus Hanf oder Halfagras geknüpft wurden; in kräftigem Rot oder Blau gehaltene Zarbia aus Kairouan, gewebte Mergoums mit ihren nicht ganz symmetrischen Mustern, Wandbehänge, die Kelim, mit Glückssymbolen wie Fischen, Schlangen, Schildkröten, Kamelen, Augen gegen den "bösen Blick" oder Landschaften, Haiks (Umhängetücher) mit traditionellen berberischen Mustern und vielerlei Schmuck und Schnickschnack mehr.

 



Die Athmosphäre ist laut und geschäftig, so mancher Händler ruft in vollem Bariton seine Ware aus. Schließlich bleibt der Blick bei einem Kissenbezug, einem Seidentuch oder einem anderen Gegenstand hängen, was der gewiefte Verkäufer natürlich sofort bemerkt und schon sitzt man plaudernd bei einem oder zwei Tässchen Tee zusammen. Gast sowie Händler hoffen darauf, ein gutes Geschäft zu machen und wer Zeit und Spaß am Handeln hat, kann nach einigem Hin und Her und der Versicherung, dass dieser Preis nur für einen ganz speziellen Freund gemacht wurde, mit der Gewißheit ein gutes Schnäppchen gemacht zu haben, sein erstandenes Prachtstück mit nach Hause nehmen. Was macht es schon, dass vielleicht am übernächsten Stand, genau dasselbe Tuch für ein Zehntel des Preises angeboten wird, den man gerade mühsam ausgehandelt hat. Was zählt, ist der Kontakt und der Spaß am Reden.

Der Grund für die Vielfalt der Ornamente und Muster auf den Kusntgegenständen, ist die Annahme, dass leere Flächen, "Djinns", die bösen Geister anlocken, da aber zuviel Schönheit auch Unglück bringen soll, ist an manchen Teppichen ein kleiner Fehler, auf manchen Vasen ein falscher Pinselstrich gelassen worden.

 



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